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Veranstaltungs-Ticker

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Vereinsgründer

Sie fragen sich sicherlich, wie alles begann beim Vogtländischen Altertumsforschenden Verein zu Hohenleuben. Und wann? Und wer überhaupt die Ersten waren, die sich für die Geschichte unserer Heimat so sehr begeisterten, dass sie dafür extra einen Verein gründeten. Die Antwort: der junge Arzt Dr. Julius Schmidt und die zwei Pfarrer Friedrich Alberti und Conrad Benjamin Meißner. So trafen sie sich zusammen mit dreizehn weiteren Begeisterten und gründeten im Wohnzimmer von Julius Schmidt am 29. Dezember 1825 unseren VAVH.

Dr. Julius Schmidt

Dr. Julius Schmidt

Die Vereinsgründer des VAVH

Drei Personen sind als die Gründer des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins zu Hohenleuben anzusehen: der damalige Diakon Friedrich Alberti (1796-1861), der Pfarrer Conrad Benjamin Meißner (1782-1860) und der Arzt Dr. Julius Schmidt (1796-1872).


Friedrich-Wilhelm Trebge fasst die Bedeutung dieser drei Vereinsgründer wie folgt zusammen: „Waren Dr. J. Schmidt der Forscher und Organisator des Vereins und C. B. Meißner der Theoretiker und Ideologe, so kommt Friedrich Alberti das Verdienst zu, als wissenschaftlicher Historiker und Propagandist für den Verein gewirkt zu haben.“ 
Als besonders Verdienst von Friedrich Alberti ist hervorzuheben, dass er im Verein – der sich bei seiner Bildung und in den frühen Jahren vornehmlich aus Laien zusammensetzte – einen streng wissenschaftlichen Arbeitsstil etablierte. 


Auf Initiative der drei Personen gründete sich am 29. Dezember 1825 in der Wohnung von Dr. Julius Schmidt in Hohenleuben unser Verein.

 

 Conrad Benjamin Meißner 

 

Conrad Benjamin Meißner

 Friedrich Alberti 

 

Friedrich Alberti


06. März 2025 
Der Gründungsort des Vereins

Für den Vogtländischen Altertumsforschenden Verein zu Hohenleuben ist das Haus in der heutigen Dr. Julius-Schmidt-Straße 5/7 in Hohenleuben ein ganz besonderes Gebäude.

 

Es wurde 1759 errichtet und um 1765 als Manufaktur und Handelshaus der Familie Hauschild ausgebaut. 


Es weist zwei Stockwerke und darüber ein zeittypisches Mansardendach sowie im Innern massive Kreuzgewölbe in Keller und Erdgeschoss auf.

 

Am 29. Dezember 1825 fand hier in der Wohnung von Julius Schmidt, dessen Schwiegervater Hauschild der Eigentümer des Hauses war, die Gründungsversammlung des Vereins statt. 


Bei sehr ungünstigen Witterungsverhältnissen hatten sich hier 16 Gleichgesinnte eingefunden und begannen ab 11 Uhr Vereinsgeschichte zu schreiben.

 

Ab 1830 beherbergte das Haus die renommierte Gaststätte „Erholung“ und nach 1925 war es außer Wohngebäude u.a. zeitweises Domizil von Post, Sparkasse, Konsum und Papierwarenhandlung. 


Heute steht es leider leer und droht zu verfallen.

Gebäude

Hohenleuben – ein Residenzort mit Schloss

Im Untergeschoss des Museums Reichenfels wird auch die Geschichte des Schlosses Hohenleuben dargestellt. 


Dessen Gebäude musste noch 1986 dem Ausbau der jetzigen Justizvollzugsanstalt weichen, nachdem die unter Denkmalschutz stehende Anlage ab 1953 dem Verfall preisgegeben wurde. 


Und so sind heute außer historischen Fotos und einigen baulichen Bruchstücken nur wenige Zeugnisse dieses abgerissenen Komplexes geblieben.

 

1678 kaufte Heinrich I. Reuß-Schleiz das Schloss und Gut Hohenleuben und schlug es 1692 dem neugebildeten Paragium Köstritz zu. 


Sein Sohn, Graf Heinrich XXIV. Reuß-Köstritz, richtete hier 1716 schließlich ein Justizamt ein und es entstand auch ein kleiner Schlossgarten. 


Neben Bad Köstritz befand sich in Hohenleuben damit die zweite Residenz der apanagierten Linie Reuß-Köstritz, was auch an der von 1741 bis 1878 genutzten herrschaftlichen Gruft unter der Stadtkirche deutlich wird. 


Ab 1860 diente das Schloss jedoch nur noch als Amtssitz.

Hohenleuben