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Veranstaltungs-Ticker

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Geschichte des VAVH

1825-2025 - 200 Jahre Vogtländischer Altertumsforschender Verein zu Hohenleuben (VAVH)

 

Am 29. Dezember 1825 fanden sich der Arzt Julius Schmidt sowie die Pfarrer Friedrich Alberti und Conrad Benjamin Meißner in Hohenleuben zusammen, um der vogtländischen Geschichtsforschung einen organisatorischen Rahmen als Verein zu geben.

 

Damit wurde in der kleinen reußischen Paragiatsherrschaft Köstritz der älteste heute noch existierende Geschichtsverein Thüringens aus der Taufe gehoben, der gleichzeitig zu den ältesten in ganz Deutschland gehört. Neben seiner umfangreichen Vortrags- und Publikationstätigkeit (Variscia, Jahresberichte, Jahrbücher, zahlreiche Monographien) legte der Verein in den zwei Jahrhunderten seines Wirkens Sammlungen von „Alterthümern“ und Büchern an, unternahm archäologische Grabungen und leistete Forschungsarbeit auf vielen Gebieten der regionalen vogtländischen und reußischen Geschichte. Historische Sammlungen und Bibliothek waren dabei von Anfang an öffentlich zugänglich und werden seit 1950 im eigens dafür erbauten Museum Reichenfels auf dem Gelände der Burgruine Reichenfels in Hohenleuben bewahrt und ausgestellt. Darunter befinden sich eine der bedeutendsten Kollektionen zur Ur- und Frühgeschichte Ostthüringens, wertvolle Sammlungen an kirchlichen Kunstschätzen, Waffen, Siegeln, Karten, Münzen und Alltagsgegenständen sowie im zweiten Obergeschoss auch ein umfangreicher Bestand zur Geologie und Natur der Region. Die Reichenfelser Bibliothek umfasst heute – auch aufgrund eines intensiven Schriftentausches mit befreundeten Vereinen und Institutionen – über 40.000 Bände zur deutschen Geschichte.

 

Der bürgerlich geprägte Verein entwickelte im 19. Jahrhundert – auch unterstützt von den reußischen Landesherrn – schnell eine Strahlkraft in das gesamte Vogtland hinein und auch darüber hinaus. So zählte er zur Jahrhundertwende nahezu 300 Mitglieder. Diese gründeten wiederum in ihren Heimatorten Geschichtsvereine nach dem Vorbild des Hohenleubener Vereins, so in Ranis, Greiz, Schleiz, Gera, Zeulenroda, Weida, Pausa und bereits 1873 auch in Plauen mit dem „Altertumsverein zu Plauen“, dessen Tradition heute der 1990 gegründete „Verein für vogtländische Geschichte, Volks- und Landeskunde“ fortführt. 

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