1901
Unter den Vereinsmitgliedern Pfarrer Friedrich Theodor Leberl und Christian Schlag gründet sich als Tochterverein der Ortsgeschichtliche Verein Weida, der stets eng mit dem VAVH verbunden blieb.
Pfarrer Dr. Heinrich Jahn wird neuer Vorsitzender in Hohenleuben.
1903
Auf Anregung von Dr. Berthold Schmidt führen die Geschichtsvereine von Hohenleuben, Schleiz, Plauen, Greiz, Weida, Altenburg und Zwickau gemeinsam Ausgrabungen am Kloster Cronschwitz durch.
1904
Als erster Thüringer Geschichtsverein schließt sich der VAVH der Vereinigung für Heimatpflege an und nimmt dieses wichtige Gebiet mit Natur- und Umweltschutz in sein Arbeitsprogramm auf.
1909
Rektor Otto Behr veröffentlicht sein kleines Buch „Der Bauerngeneral Georg Kresse“ – eine Erzählung, die für die Weiterführung und Verbreitung heimatgeschichtlicher und humanistischer Überlieferungen in der Region besondere Bedeutung hatte.
Amtsrichter Rudolf Schlick aus Hohenleuben übernimmt die Leitung des Vereins.
1910
Die ständig wachsende Anzahl der Museumsexponate und die dadurch entstandene Überfüllung der Museums- und Ausstellungsräume veranlasst den Verein, einen Museumsneubau zu planen. Dazu wird ein Gelände in Reichenfels erworben. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges verhindert die Realisierung dieses Vorhabens.
1913
Der Verein kann den geplanten Abriss der Ruine Reichenfels verhindern bzw. auf die Teile, die nicht original aus dem Mittelalter stammen, begrenzen.
1914
Die Tätigkeit des Vereins kommt fast völlig zum Erliegen.
1918
Der VAVH setzt seine Arbeit fort, er konzentriert sich neben der individuellen Heimatforschung seiner Mitglieder auf die Bildungsarbeit durch populärwissenschaftliche Vorträge der Heimatforscher auf den verschiedensten Wissensgebieten. Die Monatsveranstaltungen sind Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher aus allen Schichten der Bevölkerung.
1924
Der Geraer Museums- und Geschichtsverein wird von bedeutenden Mitgliedern des VAVH ins Leben gerufen, darunter Alfred Auerbach und Ernst Paul Kretschmar.
1925
Die 100-Jahr-Feier wird zu einem Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Eine Festschrift erscheint und ein von Ernst Lotter verfasstes Festspiel zur Geschichte des Vereins wird im Wirtschaftshof von Reichenfels und im alten Schützenhaus vor hunderten von Besuchern aufgeführt. Der Verein hat über 200 Mitglieder, seine Sammlungen umfassen rund 2.800 Sachzeugen und die Bibliothek ca. 1. 000 Bände.
Weiterhin gründet sich unter Mitglied Dietrich von Breitenbuch die „Heimatforschende Gesellschaft von Ranis“ und unter Robert Hänsel und Schulrat B. Behr in Schleiz die „Vereinigung für Volkskunde und Heimatpflege im reußischen Oberland“.
1926
Aus Platzgründen wird die Bibliothek in das Hohenleubener Schloss zurückverlegt. Ihre Pflege und Verwaltung übernimmt der Kantor Herbert Eckner aus Hohenleuben.
1927
Dr. Johannes Leipoldt übernimmt erneut eine notwendig gewordene Inventur und Neuordnung der Sammlung nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen vor. In diesem neuen System werden auch die Ausstellungen neu für die Besucher gestaltet.
1929
In der Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus erarbeitet August Oberreuter aus Zeulenroda im Auftrag des Vereins eine neue Satzung, die auf der Jahreshauptversammlung bestätigt wird. Darin werden die humanistischen Ziele und der demokratische Charakter des VAVH ausdrücklich betont und festgeschrieben.
1932
Mit dem „91. – 102. Jahresbericht“ erscheint zunächst die letzte Veröffentlichung des Vereins, da eine geplante Veröffentlichung 1942 untersagt wird.
1933
nach dem Machtantritt Hitlers wird die Arbeit des VAVH mit ihren populärwissenschaftlichen Vorträgen weitergeführt und die wissenschaftliche Arbeit der meisten profilierten Mitglieder meist individuell fortgesetzt. Da die Haltung des Vereins bestimmenden innerlich humanistischen Kräfte wie Fabrikant Ernst Krocker und Archivar Friedrich Lorenz Schmidt aus Zeulenroda, Rektor Heinrich Mörle aus Gera und Dr. Otto Wohlberedt aus Triebes versuchen, den Verein „unpolitisch“ zu halten und eine „Gleichschaltung“ zu umgehen, so lang es möglich war. So wendet sich Ernst Krocker mit der Bitte an die Kirche, als neuen Pfarrer eine für den Vereinsvorsitz geeignete Persönlichkeit vorzusehen.
1934
Nach der Pensionierung von Pfarrer Otto Krug wird das berücksichtigt. Neuer Vereinsvorsitzender wird der Hohenleubener Pfarrer Gerhard Eisenhardt.
1936
Als letzter Tochterverein wird der Museums- und Geschichtsverein Zeulenroda unter Stadtarchivar Friedrich Lorenz Schmidt gegründet.
1938
Auf dem Gelände des Reichenfelser Wirtschaftshofes wird mit dem Bau des neuen Museumsgebäudes begonnen. Es soll ganz im Stil eines mittelalterlichen Profanbaues errichtet werden. Der Rohbau wird später von einem Betrieb der Rüstungsindustrie genutzt.
Von Max Schulze aus Triebes erscheint die kleine, für den Verein und Reichenfels aber bedeutungsvolle Schrift „Sagen der Pflege Reichenfels“.
1942
Der Vogtländische Altertumsforschende Verein übergibt seine Sammlungen einschließlich Bibliothek und Archiv dem Landkreis Greiz mit der Maßgabe, dass alle drei Teile der Vereinssammlungen (Museum, Bibliothek und Archiv) für immer in Reichenfels bewahrt werden müssen und dass der Verein bei allen Entscheidungen ein Mitspracherecht behält.
Nach der Einberufung Pfarrer Gerhard Eisenhardt übernimmt Rektor Heinrich Mörle aus Gera, Ehrenvorsitzender des Vereins, kommissarisch die Vereinsgeschäfte. Oberlehrer Rudolf Spindler aus Hohenleuben wird als Museumsleiter berufen.
1945
Nach dem Zusammenbruch unterbricht der VAVH mit der offiziellen 120. Jahreshauptversammlung am 9. 12. 1945 aufgrund des Besatzungsrechts nach 120jähriger erfolgreicher Tätigkeit sein Wirken. Er kommt damit einem Verbot zuvor.
Auf Anregung des Landrates Hermann Krahnert nehmen am gleichen Tage die „Freunde des Kreismuseums Hohenleuben“ des Landkreises Greiz die Arbeit auf, mit dem erklärten Ziel, die Traditionen des Vereins zu bewahren und weiterzuführen.
1946
Unter Leitung von Rudolf Hundt aus Gera, Geologe und Heimatforscher und früheres Mitglied des VAVH, wird der endgültige Ausbau des Museumsgebäudes fortgesetzt. Der Ostthüringer Kunstmaler Prof. Hermann Paschold übernimmt die künstlerische Ausgestaltung, wobei er für die Wandgemälde geschichtsträchtige Landschaften der Umgebung wählte.
Die wissenschaftliche Bibliothek wird wieder nach Reichenfels verlegt, sie übernimmt Walter Fischer aus Hohenleuben. Die Vortragstätigkeit wird in Reichenfels wieder aufgenommen.
Nach Plänen und unter Mitwirkung von Rudolf Hundt und Rudolf Spindler sowie fachkundiger Beratung von Prof. Dr. Werner Radig aus Zeulenroda, Prof. Dr. Friedrich Schneider aus Greiz, Dr. Gerhard Engelmann aus Plauen, Friedrich Lorenz Schmidt aus Zeulenroda, Robert Hänsel aus Schleiz, Clemens Töpel aus Gera u. a. früheren Vereinsmitgliedern wird das Museum gestaltet.
Diesen Persönlichkeiten ist es in erster Linie zu danken, dass das Wissen um die wissenschaftliche Bedeutung des VAVH über die vielen Jahre der Verdrängung hinweg erhalten blieb und alle Arbeiten von 1945 bis 1990 sich bewusst und offiziell betont stets auf seine Leistungen und Traditionen bezogen.
1947
Die „Freunde des Kreismuseums Hohenleuben“ geben auf Anregung von Rudolf Hundt das erste Heft der „Mitteilungen der Freunde des Kreismuseums Hohenleuben“ heraus. Damit können sie die Traditionen des VAVH wieder aufnehmen und neu beleben und auch den früheren Schriftentausch weiterführen. Diese Schriftentauschverbindungen zu Vereinen und Institutionen auch des westlichen Auslandes werden als eine Ausnahme in der ehemaligen DDR ständig aufrechterhalten.
1949
Die „Freunde des Kreismuseums Hohenleuben“ werden als „Natur- und Heimatfreunde“ aufgrund einer Verordnung der Zentralverwaltung in der damals noch sowjetischen Besatzungszone in den Kulturbund überführt. Die nunmehrige Ortsgruppe des Kulturbundes stellt sich ausdrücklich die Aufgabe, „eine alte Kulturmission von Reichenfels, die durch den Krieg unterbrochen worden war, in neuer, demokratischer Form aufleben zu lassen“.
Die moralische Vortragstätigkeit wird weitergeführt.
1950
Am 2. Februar wird in einer offiziellen Feierstunde das neue Museumsgebäude mit den neugestalteten Ausstellungen der Öffentlichkeit übergeben. Es ist der erste zweckbestimmte Museumsneubau in der ehemaligen DDR. Als ehrenamtlicher Museumsleiter wird Rudolf Hundt eingesetzt.
1951
Anlässlich der 125-Jahr-Feier der Gründung des ehemaligen „Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins zu Hohenleuben“ erscheint als Festbericht das „Jahrbuch des Kreismuseums Hohenleuben-Reichenfels“ – Nr. 1. Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Rat des Kreises Greiz, dem Museum und den Natur- und Heimatfreunden organisiert.
Mit dem ersten Jahrbuch beginnt die Herausgabe periodischer Veröffentlichungen des Museums mit Themen aus seinem Arbeitsgebiet und zur Heimatforschung. Mit der Reihe der „Jahrbücher“ wird die Tradition der „Jahresberichte“ des VAVH weitergeführt.
Adolf Käppel aus Hohenleuben übernimmt die Leitung der Natur- und Heimatfreunde.
1953
Walter Bauch, Ornithologe und Heimatforscher, übernimmt die Leitung des Museums erstmalig hauptamtlich. Unter seiner Leitung wird dem Natur- und Umweltschutz besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Seine naturkundlichen Führungen erfreuen sich großer Beliebtheit.
Der Schriftentausch des Museums mit dem „Jahrbuch“ erfolgt bereits wieder mit ca. 100 Vereinen und Institutionen im In- und Ausland.
1954
Bildung eines Museumsbeirates unter Leitung vom Lehrer Ernst Böttcher aus Langenwetzendorf.
1955
Es erfolgt eine vollständige Neugestaltung der Ausstellungen des Museums. Die Bereiche Geologie, Fauna und Naturschutz werden im Dachgeschoß in die Ausstellung aufgenommen.
Auf Anregung von Carl Häßner und mit Unterstützung durch die Stadtverwaltung und die Ortsgruppe des Kulturbundes, deren Leitung Helfried Krause übernommen hat, beginnt der Ausbau von Reichenfels. Das erste Ruinenfest wird organisiert.
Die Jahrbuchredaktion leitet Stadtarchivar Friedrich Lorenz Schmidt aus Zeulenroda.
1956
Die Leitung der wissenschaftlichen Bibliothek übernimmt nach Max Hermann Steudel hauptamtlich Günter Wächter.
1959
Den Museumsbeirat leitet Carl Häßner, Gerhard Waldenmeyer das Ruinenfestkomitee, Helfried Krause die Ortsgruppe des Kulturbundes, Vorsitzender der Jahrbuchredaktion ist F. L. Schmidt, Leiter des Museums F. O. Keller – Zeulenroda und die Bibliothek betreut Hildegard Sommer.
In Reichenfels wirken damit sechs verschiedene gesellschaftliche Einrichtungen und Organisationen.
1961
Im „Vogtlandmuseum Plauen“ konstituiert sich ein Arbeitskreis für vogtländische Heimatgeschichtsforschung aus Gruppen der „Natur- und Heimatfreunde“ des Kulturbundes der Kreise Plauen, Reichenbach, Oelsnitz, Auerbach, Klingenthal, Greiz, Zeulenroda und Schleiz. In der Geschäftsführung sind aus dem früheren VAVH Dr. Johannes Leipoldt und Friedrich Lorenz Schmidt vertreten. Der Arbeitskreis führt in Anlehnung an die frühere Zusammenarbeit der vogtländischen Geschichtsvereine regelmäßig „Gesamtvogtländische Tagungen“ durch.
1962
Durch gesetzliche Bestimmungen der DDR-Regierung muss auch der Reichenfelser Museumsbeirat aufgelöst werden. Seine Aufgaben werden von einer Kulturbundortsgruppe des Kreistages Zeulenroda übernommen, in dem nur F. O. Keller und Friedrich Lorenz Schmidt von Reichenfels vertreten sind.
Auch die Jahrbuchredaktionskommission wird grundlegend verändert und muss von Friedrich Lorenz Schmidt wieder neu aufgebaut werden.
1964
Paul Fülle übernimmt kommissarisch die Leitung des Museums Reichenfels.
1967
Höhepunkt in der heimatgeschichtlichen Arbeit wird die 700-Jahr-Feier der urkundlichen Ersterwähnung Hohenleubens. Auch in Reichenfels finden im Rahmen des XIII. Ruinenfestes Veranstaltungen statt. Höhepunkte sind ein historischer Festumzug, organisiert von Friedrich Wilhelm Trebge und eine Sonderausstellung „700 Jahre Hohenleuben“ im Museum Reichenfels.
Der Buchbestand der wissenschaftlichen Bibliothek beträgt jetzt fast 20.000 Bände und die Besucherzahl des Museums steigt auf über 11.000 im Jahr.
1976
Mit einer zu dieser Zeit ungewöhnlichen Festveranstaltung und einer Sonderausstellung gedenkt die Stadt Hohenleuben im Museum Reichenfels des 150jährigen Bestehens des Museums und der Gründung des „Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins“. Manfred Ungelenk vom Museum Schloss Burgk würdigt die progressive Bedeutung des Vereins in einem Festvortrag. Im „Jahrbuch“ wird dieses Ereignis in einigen Beiträgen gewürdigt.
1979
Die Ortsgruppe des Kulturbundes bildet in Hohenleuben eine Arbeitsgemeinschaft „Heimatgeschichte“ unter Leitung von Friedrich Wilhelm Trebge mit dem erklärten Ziel, an die Traditionen des VAVH anknüpfend, die Heimatgeschichtsforschung weiter zu intensivieren.
Paul Fülle scheidet aus Altersgründen aus der Leitung des Museums aus, diese übernimmt die Museologin Kerstin Zimmermann.
1981
In Gera konstituiert sich die „Gesellschaft für Heimatgeschichte in der DDR“ für den damaligen Bezirk Gera. Unter dem Einfluss der Hohenleubener Gruppe wird die Bedeutung des VAVH für die Heimatgeschichtsforschung ausdrücklich gewürdigt.
Unter dem neuen Museumsleiter Wolfgang Schrader wird nach längerer Unterbrechung das „Jahrbuch“ Nr. 26 herausgegeben. Wolfgang Schrader erarbeitet eine Grundkonzeption als Arbeitsgrundlage für das Museum Reichenfels, in der er die Repräsentation des Vereinswirkens in den Vordergrund stellt.
1982
Hildegard Sommer scheidet aus Altersgründen aus der Leitung der Bibliothek aus, die die Bibliothekarin Sigrun Voigt übernimmt. Der Bestand erreicht 23.000 Bände.
Mit der Anlage eines Lapitariums wird unter Einbeziehung bereits vorhandener Objekte begonnen.
Nach dem Vorbild des VAVH werden monatlich wieder heimatkundliche Sonntagsgespräche in der Gaststätte Reichenfels durchgeführt und durch Wanderungen ergänzt.
Im Oktober übernimmt Sigrun Voigt die Leitung des Museums. Unter Beachtung der Traditionen des Museums und des VAVH wird mit einer Neugestaltung des Museums begonnen.
1983
Neben dem „Jahrbuch“ wird mit der Veröffentlichung einer kleinen „Museumsreihe“ begonnen, in welcher u. a. die „Geschichte des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins“ und die Broschüre „Georg Kresse, der Bauerngeneral“ herausgegeben wird.
1987
Gemeinsam mit dem Museum organisiert die Arbeitsgemeinschaft „Heimatgeschichte“ des Kreises Zeulenroda das erste Reichenfelser heimatgeschichtliche Kolloquium. Bibliotheksrat Dr. Konrad Marwinski aus Jena spricht am Beispiel des VAVH über die „Traditionen der Heimatgeschichtsforschung in Ostthüringen und dem Vogtland“.
1990
Nach 165 Jahren wird als Reprint die „Topographie der Pflege Reichenfels“ von Dr. Julius Schmidt herausgegeben und damit der Knoten zwischen Gründungsphase und Erneuerung des VAVH geknüpft.
Nach der gesellschaftlichen Wende nimmt am 16. April 1990 der Vogtländische Altertumsforschende Verein zu Hohenleuben seine Tätigkeit wieder auf. Reichenfels wird wieder offizieller Sitz des Vereins. Bei der Festveranstaltung zur Wiederaufnahme der Tätigkeit des Vereins sind profilierte Heimathistoriker und auch Vertreter des Hauses Reuß anwesend. Vorsitzender wird Diplomjurist Udo Hager aus Roben. Die weiteren Mitglieder des Vorstandes sind Dr. Reinhold Krause aus Auma, Dr. Frank Reinhold aus Obergeißendorf, Wolfgang Schrader aus Plauen, Friedrich Wilhelm Trebge, Siegfried Schreiber und Sigrun Voigt aus Hohenleuben. Mit neuen Aktivitäten soll die alte Tradition Reichenfels als ein Zentrum der Heimatgeschichte und der Volkskunde belebt und weiterentwickelt werden.
Der VAVH nimmt teil an der Bildung der Arbeitsgemeinschaft Thüringer Geschichts- und Altertumsvereine und der Thüringer Historischen Kommission.
Das Jahrbuch des Museums Reichenfels erscheint nun auch mit dem offiziellen Jahresbericht des Vereins nach alter Zählung.
1991
Mit Hilfe von Fördermitteln des Landes Thüringen, des Thüringer Museumsverbandes und des Landkreises Zeulenroda beginnen wichtige Sanierungen und Modernisierungen im Museum und der Bibliothek.
Als Vertreter des Vereins nimmt Friedrich Wilhelm Trebge an einem Kolloquium von Geschichtsvereinen der alten und neuen Bundesländer in Regensburg teil und stellt dort in einem Beitrag den VAVH und seine Geschichte vor.
1992
Der Verein und das Museum haben im kulturellen Leben der Region einen guten Ruf. Schrittweise wird die Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut. Die Bibliothek wird in die ständige Ausstellung des Museums einbezogen. Die Außenanlagen von Reichenfels werden ausgebaut und museal nutzbar gemacht, indem das Lapidarium ständig erweitert wird und eine volkskundliche Pflanzensammlung im Freien entsteht.
Zur 725-Jahr-Feier Hohenleubens wird eine umfangreiche Stadtchronik „Einblicke – Rückblicke“ von Friedrich Wilhelm Trebge herausgegeben, die großen Anklang findet.
1993
Der VAVH bringt wichtige Anregungen und Beiträge in die Erschließung der Region für den Tourismus in Zusammenarbeit mit den Fremdenverkehrsvereinen „Reußische Fürstenstraße e. V.“ und „Vogtland – Ferienland Thüringen“ ein.
1994
Mit Hilfe des Einsatzes von ABM werden Bestände der Bibliothek und des Vereinsarchivs neu geordnet und in Katalogen erfasst.